Wissen und Macht

Das dritte Geschäftsjahr der Republik und von Project R ist abgeschlossen. Fast. Das letzte Wort haben die Verlegerinnen und Verleger.

Ladies, Gentlemen and everyone beyond

Heute startet die Urabstimmung 2020. Und Ihre Stimme ist gefragt!

Bevor wir zu Traktanden und zum Abstimmungsprozedere kommen – also zum «was» und «wie» –, ein paar Worte zum Thema Stimmbeteiligung. Vor wenigen Wochen äusserte ein kritischer Verleger folgenden Einwand:

«Seid doch ehrlich und sagt einfach, dass die Teilnahmequote an der letzten Budgetabstimmung mit 14,2 Prozent ziemlich miserabel ausfiel – und die Budgetfragen offenbar langweilten.»

Touché!

Wobei wir uns wirklich bemüht hatten. Wir hatten sogar extra das Reizwort «Geld» in den Titel eingebaut. (Hätte eine der Vorlagen auch nur entfernt mit Sex zu tun gehabt, wir hätten keine Sekunde gezögert.)

Aber es ist wahr: Die höchste Stimmbeteiligung verzeichneten wir während des Crowdfundings 2017 (mit knapp 50 Prozent). Seither dümpelt sie im niedrigen zweistelligen Bereich vor sich hin.

Wären Project R und die Republik ein Staat, dann stünde es nicht gerade glänzend um seine demokratische Legitimität.

Doch: Wie bringen wir mehr Verlegerinnen an die Urne?

Eine möglichst breit abgestützte Zustimmung von Ihnen allen in der Teppichetage ist für dieses Unternehmen enorm wichtig, um nicht zu sagen: entscheidend. Ihr Votum zeigt uns, ob wir uns auf dem richtigen Kurs befinden.

Die gute Nachricht: Drei Dinge sprechen dafür, dass wir in diesem Jahr eine Trendwende hin zu mehr Beteiligung erwarten dürfen.

Erstens ist die diesjährige Urabstimmung eine Art lang gezogener «Super Sunday». Vom 6. bis zum 22. November können Sie auf unserer Abstimmungsplattform nämlich über ganze sieben Vorlagen befinden. Unlängst hat ein Politologe in der Republik die These aufgestellt, dass die Stimmbeteiligung steigt, je mehr Vorlagen gleichzeitig zur Abstimmung kommen.

Zweitens sind die Vorlagen nicht nur zahlenmässig mehr, sie sind auch diverser. Budgetfragen überlassen Sie lieber anderen? Nun denn: Dieses Mal geht es nicht nur um Zahlen. Es geht um den Kern unseres gemeinsamen Unternehmens. Und um Menschen. Mit den revidierten Statuten steht gewissermassen die Verfassung von Project R zur Abstimmung. Und mit Clara Vuillemin (Präsidentin), Peter Schmid und Sylvie Reinhard stellt sich der Vorstand der Project R Genossenschaft zur Wiederwahl.

Alles bereit im Rothaus für den Videodreh mit den Vorstandsmitgliedern.

In diesem Video stellen sich die drei Vorstandsmitglieder vor und führen durch die Vorlagen. Ausserdem sendet Ihnen die Präsidentin des Genossenschaftsrats ein Grusswort.

Drittens geht es hier nicht einfach darum, vollendete Tatsachen abzunicken. Für die Statutenänderungen haben wir vorweg eine Vernehmlassung mit der Verlegerschaft durchgeführt. Neun Anregungen daraus sind direkt in den Vorschlag eingeflossen, den wir Ihnen nun vorlegen.

Trotz alledem: Der wichtigste Grund abzustimmen ist und bleibt Ihr persönliches Interesse an unserem gemeinsamen Unternehmen. Wir sind überzeugt, dass Journalismus nur dann zukunftsfähig ist, wenn er auf Transparenz setzt. Die Abstimmungsplattform ist deshalb vollgepackt mit belastbaren Zahlen und harten Fakten zum Stand des Irrtums. Wie viel Geld haben wir eingenommen? Wofür haben wir es wieder ausgegeben? Welcher Anteil eines Jahresbeitrags fliesst direkt in den Journalismus? Wer hat die Macht? Und wem gehört was?

Wenn Sie so wollen: Vernünftige Informationen, um vernünftige Entscheidungen zu treffen.

Also: Machen Sie mit!

Lassen Sie uns die Beteiligung im vergangenen Jahr verdoppeln – knacken wir gemeinsam 30 Prozent!

Damit zu den praktischen Informationen.

Die Traktanden im Überblick:

  1. Genehmigung des Geschäftsberichts 2019/2020

  2. Genehmigung der Jahresrechnung Project R 2019/2020

  3. Entlastung des Vorstandes

  4. Genehmigung des Project-R-Budgets 2020/2021

  5. Bestätigung der Revisionsstelle 2020/2021

  6. Bestätigung des Vorstandes 2020/2021

  7. Genehmigung der Statutenänderung

Die Dauer der Abstimmung: Die Urabstimmung läuft vom 6. bis zum 22. November 2020.

Das Verfahren zur Stimmabgabe ist flexibel und garantiert Corona-Massnahmen-konform: Die virtuelle Abstimmungsplattform können Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit besuchen, vom Bildschirm zu Hause oder von unterwegs, wie es Ihnen beliebt.

Herzlich

Ihre Crew von Project R und der «Republik»

PS: Die Stimmbeteiligung von 30 Prozent wäre übrigens bei 6791 Stimmabgaben erreicht. Wie nahe wir diesem Ziel schon sind, können Sie über den Zähler auf der Abstimmungsplattform in Echtzeit mitverfolgen.

PPS: Ein ganz besonderer Gruss an über 7500 Mitglieder, die dieses Jahr neu mit an Bord sind! Wenn allein Sie alle an der Urabstimmung teilnehmen, dann landen wir bei einer Stimmbeteiligung von 33 Prozent.

PPPS: Am 24. November 2020 melden wir uns mit den Abstimmungsresultaten bei allen, die teilgenommen haben. Sie finden die Resultate dann auch auf der Abstimmungsplattform.

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